Knochenaufbau

Wie kommt Knochenschwund zustande?

Solange sich gesunde Zähne oder Zahnimplantate im Kieferknochen befinden, schreitet der natürliche Knochenschwund nur sehr langsam voran. Nach Zahnverlust tritt in der betroffenen Region ein vermehrter Knochenabbau in der vertikalen und horizontalen Ebene auf. Insbesondere in den ersten Wochen und Monaten ist der Knochenverlust am stärksten ausgeprägt. Werden nach Zahnverlust Kaukräfte oder hohe Druckkräfte z.B. über Zahnprothesen  auf den Kieferknochen ausgeübt, so wird der Knochenschwund auch über die 2-Jahresgrenze hinaus erheblich beschleunigt.

 

Verschiedene Knochenaufbau-Techniken.

Für die Auswahl der bestgeeigneten Knochenaufbau-Methode sind Größe, Art und Region des Knochendefektes entscheidend.

 

 

Weitere Methoden: Bone Splitting (Knochenspaltung), Bone Spreading (Knochenspreizung), Bone Condensing (Knochenverdichtung), externer oder interner Sinuslift (Anhebung des Kieferhöhlenbodens), etc. werden von uns oft isoliert oder in Kombination mit verschiedenen Augmentationsverfahren (Knochenaufbau-Methoden) beim Knochenaufbau eingesetzt.

 

Wann ist Knochenaufbau erforderlich?

Sobald der restliche Kieferkamm eine Mindesthöhe und eine Mindestbreite unterschreitet, muss vor einer Implantat-Verankerung ein Knochenaufbau erfolgen. Dadurch wird die langfristige Prognose Ihrer Implantat-Versorgung erheblich verbessert.

 

Nervverlagerung / Nervlateralisation - die Alternative zum Knochenaufbau im Unterkiefer.

Im Unterkiefer-Seitenzahnbereich ist nach Knochenabbau der Abstand zum Unterkiefernerv oft so gering, dass selbst das kleinste Implantat nicht eingesetzt werden kann ohne diesen Nerv zu verletzen. Bei der Nervverlagerung wird dieser Nerv freigelegt und seitlich verschoben, sodass gleichzeitig ein oder mehrere Zahnimplantate in dieser Region eingesetzt werden können. Vorteil dieser Methode ist der Verzicht auf Knochenaufbau und dadurch eine deutliche Zeit- und Kostenersparnis.